Tae Kwon Do,eine Sportart stellt sich vor:
Geschichte des Tae Kwon Do
Mit dem begriff „Tae Kwon Do“ stellt sich eine der
härtesten Selbstverteidigungen der Gegenwart vor . Tae Kwon Do gehört zu der Gruppe der harten Nahkampfsysteme für die der Begriff Karate sehr bekannt geworden ist .Unter den harten Kampfsystemen versteht man all diejenigen „Budo-Sportarten“ die weniger auf Wurf-,Hebel-und Haltetechniken ( Judo , Ju Jutso , Aikido ) sondern auf Stoß-, Tritt- und Schlagtechniken beruhen .
All diese Kampfsportarten sollen ihren Ursprung vor etwa 2000 Jahren in China genommen haben . Im Laufe der Jahrhunderte breiteten sie sich über ganz Asien aus . Dabei entwickelt jedes Land seinen eigenen Stil . In China war es Kuon-Tao , in Japan Karate. Die koreanische Richtung heißt Tae Kwon Do .
Die Wurzeln des Tae Kwon Do reichen unmittelbar bis zu der alten Kampfart des Taekyon zurück , deren brillante Fußtechnik heute die Eigenart des Tae Kwon Do bestimmt . Die „Taekyon“ genannte Vorform des Tae Kwon Do entstand etwa um 1300 in Korea und ist somit eine der ältesten Formen dieser waffenlosen Selbstverteidigung auf dem asiatischen Kontinent . Was heute unter dem Namen Tae Kwon Do bekannt ist stellt eine neuartige Technik dar , die alle Vorzüge der altkoreanischen Vorform und neue wissenschaftliche Entwicklungen in sich vereint .
Der koreanische Begriffkomplex Tae Kwon Do beinhaltet eine bestimmte geistige Konzeption der Lebensführung die weit über das rein sportliche hinaus geht .In einer dem Laien verständlichen Fassung läßt sich Tae Kwon Do als waffenlose Selbstverteidigung und Kampfsport auslegen , deren Technik in einer variationsreichen Anwendung von Schlägen und Stößen mit fast allen Teilen des Körpers wie Händen , Armen , Beinen und Füßen besteht , und deren Beherrschung in erster Linie der Persönlichkeitsentfaltung des Einzelnen dienen soll .
Das Erlernen des System Tae Kwon Do stellt an den Schüler große physische und psychische Anforderungen , Geduld , Ausdauer , Bescheidenheit und Höflichkeit sind Voraussetzung bis zur meisterlichen Beherrschung .
Dieser Weg ist nicht in kurzer Zeit zurückzulegen und selbst nach Jahren stellt man fest , daß immer noch Verbesserungen möglich sind .
Was bedeutet der Begriff „Tae Kwon Do“ ?
Übersetzt in unsere europäische Begriffswelt heißt „Tae“ soviel wie springen, stoßen und schlagen mit den Füßen . Ein Hinweis also auf die hervorragende Fußtechnik in diesem Kampfsport .
„Kwon“ heißt wörtlich übersetzt Faust . Im Gesamtbegriff soviel wie Fauststoß,Handhantenschlag oder Fingerspitzenstoß , kurz , eine Zusammenfassung aller Hand- und Armtechniken .
Die Endung „Do“ ist für Nichtasiaten schwer zu verstehen, denn allein mit der Übersetzung ,,Weg“ ist es nicht getan. Vielmehr ragen hier Begriffe wie geistige Entwicklung und Art der Lebensführung hinein .
Tae Kwon Do versteht sich somit als ein geschlossenes System von Angriff- und Abwehrtechniken , das einen waffenlosen Zustand des Sportlers voraussetzt .
Gürtelfarben
Die verschiedenen Gürtelfarben ( gelb , grün , blau , braun ,schwarz ) lassen den jeweiligen Ausbildungsstand des Schülers erkennen . Zu jedem neuen farbigen Gürtel muß eine Prüfung abgelegt werden .Erst nach Bestehen dieser Gürtelprüfung darf der Schüler den neuen Gürtel während des Trainings tragen .
Der schwarze Gürtel ( Dan ) symbolisiert die Meisterklasse . Auch er ist in verschiedenen Leistungsgrade unterteilt , wobei der erste Dan der „Niedrigste“ und der zehnte Dan der „Höchste“ ist .
Als einheitliches Sportsystem hat sich Tae Kwon Do 1973 mit Gründung des Weltverbandes „WTF“ etabliert .
Tae Kwon Do war bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul und 1992 in Barcelona als Vorführdisziplin beteiligt .
Ab Olympia 2000 in Sydney ist Tae Kwon Do Olympische Disziplin .
Der sportliche Kampf mit Schutzausrüstung unterscheidet sich vom bisher geschilderten „traditionellen Bereich“ erheblich .War das vorher genannte System strengen Regeln unterworfen , so kann der Tae Kwon Do –Sportler im sportlichen Wettkampf alle Freikampftechniken ausüben und anwenden .
Bei aller Freiheit der Bewegung unterliegt natürlich auch der Wettkampf strengen sportlichen Regeln .
